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Gewerbliche Entwicklungen "Am hohen Stein"

Die Stadt Worms wird die gewerbliche Entwicklung des Gebietes "Am hohen Stein" nicht weiter verfolgen. Der Grund: Das Projekt ist aus Artenschutzgründen nicht genehmigungsfähig.

 
 
 
Lageplan Hoher Stein 
Lageplan Hoher Stein

Feldhamster stoppt gewerbliche Entwicklung

In gemeinsamer Sitzung am 12.09.2013 haben Haupt- und Finanzausschuss und Bauausschuss unter Vorsitz von Oberbürgermeister Michael Kissel und auf dessen Vorschlag einstimmig beschlossen, die geplante Entwicklung gewerblicher Flächen „Am Hohen Stein“ und deren Darstellung im Flächennutzungsplan der Stadt Worms nicht weiter zu verfolgen.

Gemeint ist damit vordergründig das Vorkommen des nach EU-Recht besonders streng geschützten Feldhamsters, der das geplante, rund 100 Hektar große Erschließungsgebiet „Am Hohen Stein“ besiedelt und der Stadt jetzt bei allen Bemühungen um die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

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Einwohnerversammlung zum Gewerbegebiet Hoher Stein 
Einwohnerversammlung zum Gewerbegebiet Hoher Stein
Plan: Hoher Stein 
Plan: Hoher Stein

Voruntersuchungen und Informationen

Mit der Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes der Stadt Worms sollte das im Regionalplan der Metropolregion Rhein-Neckar festgelegte Vorranggebiet für Industrie, Gewerbe, Dienstleistung und Logistik "Am hohen Stein" südlich der B 47 zwischen den Stadtteilen Worms-Heppenheim und Worms-Pfeddersheim planungsrechtlich umgesetzt werden. Im Folgenden finden Sie wichtige Voruntersuchungen und Informationen zu dieser Grundsatzentscheidung:

Vor dem Hintergrund, dass die im Flächennutzungsplan der Stadt Worms ausgewiesenen gewerblichen Bauflächen bereits mit Bebauungsplänen entwickelt wurden und dem Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz die Stadt Worms als landesweit bedeutsamen gewerblichen Entwicklungsschwerpunkt zu stärken, hat der Stadtrat in den 90er Jahren die Verwaltung beauftragt, geeignete Standorte für einen ‚Gewerbe-, Industrie- und Technologiepark’ zu ermitteln und planerisch vorzubereiten. 

Die gewerblichen Neuausweisungen sollten mindestens 100 ha groß und frei von Restriktionen der Raumordnung sein, optimale Erschließungsvoraussetzungen aufweisen und Entwicklungsoptionen für künftige Generationen bieten.

Diese Anforderungen konnten nur außerhalb der bestehenden Siedlungszusammenhänge an 3 Standorten nachgewiesen werden.

Für diese Standortalternativen

  • nördlich der L 425 (‚Im Neller’),
  • südlich der L 425 (Südlich der Deponie Abenheim’) und 
  • südlich der B 47 (‚Am hohen Stein’) 

wurden bereits 1994 verschiedene Voruntersuchungen durchgeführt:


Auf der Grundlage dieser Gutachten hat der Stadtrat beschlossen, den Standort ‚Am hohen Stein’ gewerblich zu entwickeln. Der Standort wurde mit der Raumordnung und Landesplanung abgestimmt, in den Landesentwicklungsprogramm LEP IV von 2008 aufgenommen und in den Regionalen Raumordnungsplänen von 2004 als Vorranggebiet für Industrie, Gewerbe, Dienstleistung und Logistik ‚Am hohen Stein’ festgelegt.

Mit dem Auftrag zur Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes der Stadt Worms wurden 2012 diese Standortentscheidung und die gewerblichen Entwicklungen der Stadt Worms erneut einer Eignungs- und Umweltprüfung unterzogen. Alternativ zu den Standortuntersuchungen aus den 90-er Jahren wurden nun auch die Bestandssituation und die Möglichkeiten für gewerbliche Entwicklungen im Siedlungszusammenhang näher überprüft.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden in den Einwohnerinformationsveranstaltungen am 24. April 2012 im Wormser Tagungszentrum und am 19. Juni 2012 in Worms-Heppenheim vorgestellt und erörtert. (PDF der Präsentation, 17 MB)

Die Ausweisung gewerblicher Bauflächen im Flächennutzungsplan der Stadt Worms sollte nun auf eine Größe von ca. 100 ha ‚Am hohen Stein’ begrenzt werden.

Aufgrund der Anregungen und Bedenken bei der frühzeitigen Beteiligung werden folgende Fragen gutachterlich untersucht:

  • Können aus Umweltsicht ca. 100 ha gewerbliche Bauflächen „Am Hohen Stein“ ausgewiesen werden? 
  • Welche voraussichtlichen Umweltauswirkungen hätte dies? 
  • Wie können diese durch planerische Vorgaben auf Flächennutzungsplan- und Bebauungsplanebene vermieden bzw. minimiert werden? 

Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen gab das Planungsbüro Prof. Dr. Koch ein Angebot ab, auf dessen Grundlage die Auftragsvergabe durch die Verwaltung erfolgte. Das Angebot finden Sie hier

Die Präsentation zur Vorstellung des Ingenieurbüros "planung + umwelt", zur Aufgabenstellung der Klimauntersuchung und zu möglichen Umweltkonflikten finden Sie hier 

Am 11.09.2013 hat der Haupt- und Finanzausschuss und der Bauausschuss unter Vorsitz des Oberbürgermeisters auf dessen Vorschlag in öffentlicher Sitzung beschlossen, die geplante Entwicklung gewerblicher Bauflächen 'Am hohen Stein' und deren Darstellung im Flächennutzungsplan der Stadt Worms nicht weiter zu verfolgen. Anlass gaben insbesondere die Erkenntnisse aus den artenschutzrechtlichen Konfliktabschätzungen, die Prof. Dr. Koch in einer Präsentation anschaulich erläuterte. Es ist davon auszugehen, dass eine gewerbliche Siedlungsentwicklung 'Am hohen Stein' derzeit nicht genehmigungsfähig ist.


Die Präsentation der vorliegenden Arbeitsergebnisse finden Sie hier.


Das Gesamtgutachten zur Einschätzung potenzieller Umweltkonflikte und die Ersteinschätzung der Klimarelevanz finden sie hier:

Umfassende Referenzen des Planungsbüros sind auf folgender Homepage zu finden:
www.planung-umwelt.de

 

 

Kontakt

Stadtverwaltung Worms
Abteilung 6.1 Stadtplanung und Bauaufsicht
Marktplatz 2
67547 Worms

Herr Reiß
Telefon: (0 62 41) 8 53 – 61 25
Telefax: (0 62 41) 8 53 – 60 90
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