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HIER STEHE ICH. Gewissen und Freiheit – Worms 1521

Wann: 17.04.2021 - 31.10.2021 | 09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Wo: Museum im Andreasstift
Weckerlingplatz
67547 Worms
Worms-Zentrum
Tickets: Abendkasse / vor Ort
Veranstalter: Stadt Worms
E-Mail: daniel.koerbel@worms.de
Internet http://www.luther-worms.de

Informationen

Die Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Freiheit – Worms 1521“, unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, nimmt das 500jährige Jubiläum der Widerrufsverweigerung Martin Luthers auf dem Wormser Reichstag zum Anlass, die Entwicklungsgeschichte der „Gewissensfreiheit“, die durch das Ereignis 1521 einen entscheidenden Impuls empfing, anhand zahlreicher Beispiele bis in unsere Gegenwart aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zunächst der Auftritt Martin Luthers in Worms, dessen Bedeutung und Mythos, der zeitnah mit dem historischen Ereignis entstand und bis heute eine ungeheure Dynamik entwickelt.
In einem zweiten Teil fokussiert die Ausstellung das Thema „Gewissensfreiheit“ selbst, und zwar sowohl mit als auch ohne Bezug zu Luthers Wirken in historischen Kontexten der letzten 500 Jahre.

Die Aufklärung hat dazu geführt, dass Gewissensfreiheit zum Menschenrecht wurde. In der Gegenwart stellen sich Fragen: Wie steht es mit der Freiheit des Gewissens heute? Was wird unter den Bedingungen der Digitalisierung aus dem individuellen Gewissen? Heutigen Besuchern und Besucherinnen ist das an die Heilige Schrift und Gott gebundene Gewissen, das Luther 1521 für sich in Worms in Anspruch nahm, fremd. Gleichwohl zeigt die Geschichte, dass das Gewissen nicht nur immer bestimmten Bedingungen unterlag, sondern, dass sich seine Freiheit und seine Grenzen auch immer wieder neu und weiter entwickeln. Doch was wird aus dem Gewissen, wenn man in den sozialen Medien nur noch anonym klickt? Werden dann individuelle Freiheit und Verantwortungsübernahme „unterlaufen“? Wie können heutige, demokratische Gesellschaften lernen, mit moralischer und religiöser Diversität umzugehen, damit unsere Gesellschaft stabil bleibt und trotzdem auf einem ethischen übergreifenden Konsens basiert? Lassen sich die kulturellen Wirkungen der Digitalisierung auf das Gewissen und seine Freiheit mit der Medienrevolution der Reformation, die überhaupt erst den „Mythos Worms“ entstehen lassen konnte, vergleichen?

Gefördert vom Land Rheinland-Pfalz, dem Bund und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.