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9. Jüdische Kulturtage Worms 2013

04. August bis 04. Novemer 2013

Drei Monate lang - vom 04.08. bis 04.11.2013 - luden Musik, Vorträge, eine Tagung und Ausstellungen zum Kennenlernen der jüdischen Kultur in die SchUM-Stadt Worms ein. Eine Veranstaltung von Warmaisa e. V., Jüdische Gemeinde Mainz-Worms und Stadt Worms im Rahmen des Europatages der Jüdischen Kultur (5.9.)

 
 

Das Programm der Jüdischen Kulturtage 2013:

 
 
 

Sonntag, 4. August | 18 Uhr | Synagoge, Hintere Judengasse, Worms

Eröffnung der Ausstellung "Josel von Rosheim – Zwischen dem Einzigartigen und Universellen. Ein engagierter Jude im Europa seiner Zeit und im Europa unserer Zeit" (bis 17. September 2013).

Mit einem Vortrag von Dr. Marina Sassenberg (Duisburg) über "Josels Biographin – die deutschjüdische Historikerin Selma Stern (1890–1981)".

Öffnungszeiten der Ausstellung täglich von 10 bis 12.30 und von 13.30 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

Rosheim ist eine elsässische Kleinstadt. Josel ben Gershom von Rosheim (1478–1554) war ein von den Gemeinden anerkannter Vertreter der Juden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in Polen. Er nutzte seine engen Verbindungen zu Kaiser Karl V., um die Rechtsstellung und Sicherheit der Juden zu schützen. Die Ausstellung ist ein deutsch-französisches Kooperationsprojekt.

Sie wurde von Prof. Dr. Freddy Raphael (Straßburg) und Dr. Werner Transier (Speyer) erarbeitet und von der Begegnungsstätte Kleine Synagoge in Erfurt koordiniert.


 
 
 
 
Synagoge in Worms (Foto: Stadtarchiv) 
Synagoge in Worms (Foto: Stadtarchiv)

Donnerstag, 15. August | 19 Uhr | Synagoge, Hintere Judengasse, Worms

"Josel von Rosheim – Befehlshaber der deutschen Judenheit"

Vortrag von Prof. Friedrich Battenberg (Darmstadt)

 
 
 
 
Klezmers Techter am 27. August in der Dreifaltigkeitskirche 
Klezmers Techter am 27. August in der Dreifaltigkeitskirche

Dienstag, 27. August | 20 Uhr | Dreifaltigkeitskirche, Worms

"Klezmer in Klein-Jerusalem am Rhein – ein Musik fest für die SchUM-Städte"

unter künstlerischer Leitung von Giora Feidman mit Raul Jaurena und Klezmers Techter. Eintritt frei, Spenden erwünscht. Infos, Termine und Anmeldung unter www.klezmer.hfm-mainz.de.

Was entsteht, wenn experimentierfreudige junge Musiker und die beiden erfahrenen Weltstars der Klezmermusik und des Tango auf einer Bühne zusammenkommen? Die Teilnehmer eines Workshops, der von der Hochschule für Musik Mainz in Zusammenarbeit mit dem Ensemble "Klezmers Techter" veranstaltet wird, präsentieren mit ihren Dozenten einen Konzertabend voller ungebremster Spielfreude und Virtuosität. Workshop und Konzerte finden im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz statt; Schirmherrin ist Kulturministerin Doris Ahnen.

Gefördert wird das Projekt von der Anni-Eissler-Lehmann-Stiftung, der LBS Rheinland-Pfalz, der Evangelischen Gesamtgemeinde Worms sowie den Städten Mainz, Worms und Speyer.

 
 
 
 
Das Raschihaus in der Judengasse 
Das Raschihaus in der Judengasse
Das Titelbild der jüdischen Kulturtage des Wormser Künstlers Klaus Krier 
Das Titelbild der jüdischen Kulturtage des Wormser Künstlers Klaus Krier

Dienstag, 24. September | 19 Uhr | Synagoge und Raschihaus (Jüdisches Museum), Hintere Judengasse, Worms

Eröffnung der Ausstellung "Ein Blick auf das jüdische Erbe am Rhein – Künstler sehen SchUM"

(bis 3. November) durch Staatssekretär Walter Schumacher. Öffnungszeiten der Ausstellung täglich von 10 bis 12.30 und von 13.30 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

Die erstmals 2012 in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin gezeigte Ausstellung präsentiert Werke des Wormser Künstlers Klaus Krier (Titelbild), des Speyrer Bildhauers Wolf Spitzer und des Architekten der neuen Mainzer Synagoge, Manuel Herz, und findet anlässlich des UNESCO-Welterbeantrags für das Erbe der unter der Bezeichnung SchUM weltweit bekannten mittelalterlichen jüdischen Gemeinden von Speyer, Worms und Mainz statt. Neben der künstlerischen Bearbeitung wird auch über die Kulturgeschichte von SchUM informiert.

Für den 17. Oktober ist geplant, das Thema SchUM im Wormser Tagungszentrum (Burgunder-/Liebfrauensaal) inhaltlich näher zu beleuchten, zum einen durch Prof. Stefan Weinfurter (Heidelberg), der über das Verhältnis von Stadt, König und Bischof in salischer und staufischer Zeit in Worms sprechen wird, zum anderen durch einen Referenten, der das Thema aus jüdischer Sicht beleuchtet.

 
 
 
 
Sandra Ehses Buch, welches im Herrnsheimer Schloss vorgestellt wird 
Sandra Ehses Buch, welches im Herrnsheimer Schloss vorgestellt wird

Freitag, 27. September | 19 Uhr | Blauer Saal, Schloss Herrnsheim, Herrnsheimer Hauptstraße 1, Worms

Buchvorstellung Sandra M. Ehses : "Die vier Symphonien von Friedrich Gernsheim"

In der Reihe "Spektrum Musiktheorie" der Hochschule für Musik an der Johannes-Gutenberg-Universität im Are Musik Verlag (Mainz).

Die Musik Gernsheims stellen Anne Günther (Sopran) und Paul Streich (Klavier) am Beispiel von Liedkompositionen vor. Eintritt frei.

Paul Streich, Anne Günther und Sandra Ehses  
Paul Streich, Anne Günther und Sandra Ehses
 
 
 
 

Tagung:

Prof. Dr. Karl Erich Grözinger  
Prof. Dr. Karl Erich Grözinger

Dienstag, 1. bis Donnerstag, 3. Oktober | Das Wormser Kultur- und Tagungszentrum, Rathenaustraße 11, Worms

"Das kulturelle Profi der SchUM-Gemeinden – Literatur, Musik, Theater"

Tagung mit Prof. Dr. Karl Erich Grözinger (Berlin/Potsdam). Gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung. Eintritt frei.

Anmeldung:
Sabine Neubecker
Telefon 06241 853-1050
sabine.neubecker@worms.de

Referenten aus Israel, den USA und Deutschland beschreiben in dieser Tagung das seit dem 13. Jahrhundert wirksame Narrativ der SchUM-Gemeinden. Erstmals wird der Versuch unternommen, ein Gesamtbild der Kultur und des kulturellen Bewusstseins bis herab in das Gedächtnis in der modernen hebräischen Literatur zu erarbeiten.

Von Prof. Dr. Karl Erich Grözinger, Emeritus für Religionswissenschaft und Jüdische Studien an der Universität Potsdam, stammen zahlreiche Publikationen zur Jüdischen Literatur- und Religionsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart, zuletzt: Jüdisches Denken, Theologie, Philosophie, Mystik (3 Bände) und Der Ba’al Schem von Michelstadt. Ein deutsch-jüdisches Heiligenleben.

Während das Thema tagsüber in Vorträgen vorgestellt wird, sind die Originalquellen abends musikalisch-literarisch aufbereitet zu hören. Dazu zählen synagogale Gesänge, Erzählungen und jiddische Lieder aus den SchUM-Gemeinden und aus dem Rheinland.

Abendveranstaltungen:

  • Im Vorverkauf beim TicketService Worms im Wormser Kultur- und Tagungszentrum, Telefon 06241 2000-450: 10 Euro
  • an der Abendkasse: 13 Euro
  • Kombipreis für alle drei Veranstaltungen: 25 Euro

Dienstag, 20 Uhr
Karl Erich Grözinger / Karl-Heinz Deichelmann (Sprecher)
Erzählungen aus den SchUM-Gemeinden

Mittwoch, 20 Uhr
Eliyahu Schleifer und Kantoren
Synagogale Gesänge aus den SchUM-Gemeinden

Donnerstag, 19 Uhr
Diana Matut und Ensemble
Jiddische Lieder aus dem Rheinland und aus den SchUM-Gemeinden

 
 
 
 
Julie Sassoon am Klavier 
Julie Sassoon am Klavier
Am 30. Oktober bezaubert ihre Kunst am Klavier die Zuhörer 
Am 30. Oktober bezaubert ihre Kunst am Klavier die Zuhörer

Mittwoch, 30. Oktober | 19 Uhr | Blauer Saal, Schloss Herrnsheim, Herrnsheimer Hauptstraße 1, Worms

Julie Sassoon (Klavier): New Life

In Kooperation mit der Wormser Jazzinitiative BlueNite. Eintritt: 10 Euro (nur Abendkasse, Ticketreservierung unter Telefon 06241 853-1053 oder sabine.neubecker@worms.de

Julie Sassoon, Pianistin, Komponistin und Geigerin, studierte Musik und bildende Kunst, später auch Jazzklavier und indische Geige. Um die Jahrtausendwende formierte sie ihr "Trio Azilut!" mit dem holländischen Drummer Bart van Helsdingen und dem Saxofonisten-Klarinettisten Lothar Ohlmeier.

Rund um den Globus gibt sie Solokonzerte, gehört aber auch zum "Piano Circus" – sechs Pianisten, die zeitgenössische Musik interpretieren –, macht Weltmusik mit Martha Demitri-Lewis sowie Programme mit der israelischen Sängerin Efrat Alony oder dem Trompeter Tom Arthurs.
Im Jahr 2009 übersiedelte Julie von London nach Berlin – kein einfacher Schritt für eine Frau mit jüdischen Wurzeln. Aus dem Schwarzwald emigrierten ihre Vorfahren nach den Pogromen von 1938 nach England. Ihr Großvater überlebte Dachau, ihre Urgroßeltern aber starben in Auschwitz.

"Jeder Jude, jede Jüdin in Berlin hat eine andere Geschichte zu erzählen. Mit ihren Spiel auf den Tasten erzählt Julie Sassoon etwas von der ihrigen", schreibt Bert Noglik (Berliner Jazzfest) im Beiheft zu ihrer neuen Solo-Live-CD "Land of Shadows", die im April 2013 auf dem Berliner Label Jazzwerkstatt erschienen ist. In Worms spielt Julie unter anderem Stücke ihres neuen Albums.

 
 
 
 
Friedrich Gernsheim  
Friedrich Gernsheim

Montag, 4. November | 20 Uhr | Synagoge, Hintere Judengasse, Worms

"Méditation hébraïque"

Konzert mit Alexander Hülshoff (Violoncello) und Andreas Frölich (Klavier) mit Werken von Ernest Bloch (From Jewish Life), Ödön Pártos (Yizkor), Leonard Bernstein (Three Meditations from "Mass"), Friedrich Gernsheim (Elohenu), Max Bruch (Kol Nidrei, Ave Maria) und Felix Mendelssohn-Bartholdy (Sonate Nr. 2 D-Dur). In Kooperation mit villa musica. 

16 Euro (zzgl. VVK-Gebühr) im Vorverkauf beim TicketService Worms.

 
 
 
 

Sehen Sie hier einen Rückblick 2012

 
 
 

Veranstalter der Jüdischen Kulturtage 2013

Stadt Worms in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Mainz / Worms und Warmaisa e. V.

Informationen erteilt die Kulturkoordination der Stadt Worms
Kulturkoordinator Volker Gallé
Marktplatz 2
67547 Worms

oder im Internet unter

www.warmaisa.de