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Obeldobel oder: der letzte Fußgänger

Die Geschichte vom "Obeldobel", der Journalist Ernst H. , einer besonders lustigen Haut, wenn man ihn privat erleben durfte, ansonsten machte er seinem Vornamen alle Ehre.

VW Käfer, Baujahr 1951; Fotograf: Lothar Spurzem
VW Käfer, Baujahr 1951; Fotograf: Lothar Spurzem

Ein Auto? Niemals!

Eine besondere Begabung von Ernst H. war es, Alltagsszenen auf dem Papier festzuhalten und den Leuten "auf's Maul" zu schauen, wie man im Volksmund zu sagen pflegt. Immer befand er sich in einer Art Lauerstellung und wachem Geist, um eine neue Geschichte einzufangen.

Obeldobel (sein Pseudonym) verstand es, auf geistvolle, humorvolle und trockene Erzählart in seinen Veröffentlichungen über die menschlichen Schwächen und Pannen zu berichten, ohne die Mitmenschen zu verletzen, da er sich eines Humors vom Feinsten bediente.

Vor seinem Journalismus hatten die Menschen nicht um ihre Würde, ihre Existenz zu fürchten, er kannte die Grenzen.

Ernst H.`s Wesen und Können waren einmalig und unnachahmlich und eine grosse Bereicherung für seine Wormser Zeit und die Wormser.

Allerdings war Ernst H. auch bekennender Fußgänger, er mochte die Autos nicht und sprach immer davon, dass er einmal der letzte Fussgänger in Worms sein werde.

Und da das Schicksal ein Schelm ist, machte es ihn eines Tages zum glücklichen Gewinner des Hauptpreises eines Preisausschreibens in der bekannten Zeitschrift "Hör zu".

Und was war sein Preis? Ein nagelneues Auto!

Für genügend Spott war natürlich gesorgt.

 
 
 

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