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Aktuelles aus dem Stadtarchiv Worms

 
 
 

Pressemitteilungen

 
 

Das Stadtarchiv mit Fotoabteilung ist in der Zeit vom

15. Juli bis 12. August 2019

wegen Revisions- und Ordnungsarbeiten  für Benutzer und Benutzerinnen geschlossen.

Wir bitten um Beachtung!

Dachbodenfund Rathaus Hohen-Sülzen 2015
Dachbodenfund Rathaus Hohen-Sülzen 2015
 
Liebe Benutzerinnen und Benutzer,

bitte beachten Sie unsere eingeschränkten Öffnungszeiten!

Das Stadtarchiv (mit Fotoarchiv) muss aufgrund personeller Engpässe ab 1.4.2019 seine Öffnungszeiten vorübergehend einschränken und schließt künftig montags und dienstags für die Benutzung.

Wir bitten dafür um Ihr Verständnis.
 

Weiteres Ölgemälde von Herta Mansbacher vom Jüdischen Museum Worms erworben

Ölgemälde von Herta Mansbacher, 1908
Ölgemälde von Herta Mansbacher, 1908

Herta Mansbacher (1885-1942), die aus Darmstadt stammende bekannte Wormser jüdische Lehrerin, die die NS-Gewaltherrschaft nicht überlebte, war neben ihrer Arbeit als engagierte Pädagogin und Chronistin der ab 1933 erzwungenen Abwanderung der Wormser jüdischen Bürgerinnen und Bürger auch eine künstlerisch äußerst begabte Frau. Davon zeugen drei im Jüdischen Museum im Raschi-Haus in Worms befindliche Ölgemälde aus den Jahren 1910 bis 1920. Es gelang jetzt, ein weiteres, sehr gut erhaltenes, aufwendig gerahmtes Stück aus dem Jahre 1908 für das Haus zu erwerben; es zeigt eine Ansicht von Kreuzwertheim am Main (von Wertheim aus gesehen). Seit 1907 unterrichtete Frau Mansbacher an der Westendschule, bevor sie durch das NS-Regime 1933 entlassen und für die neue jüdische Bezirksschule tätig wurde.

Das Gemälde wird ab Mitte März im Jüdischen Museum gemeinsam mit dem letzten Erwerb eines Gemäldes (2017) gezeigt. Näheres über das künstlerische Wirken von Herta Mansbacher ist bislang nicht bekannt, es besteht aber immer die Hoffnung, dass noch weitere Werke aus Privatbesitz und neue biographische Daten und Fakten bekannt werden. 

 
 

Jahresbericht für Stadtarchiv, Jüdisches Museum und Denkmalschutzbehörde 2018 liegt vor

Die neue Scanstation im Stadtarchiv Worms
Die neue Scanstation im Stadtarchiv Worms

Wie zu Beginn jeden Jahres, so kann das Institut für Stadtgeschichte im Raschi-Haus (Stadtarchiv mit Fotoabteilung, Jüdisches Museum/Synagoge, Untere Denkmalschutzbehörde) auch für das abgelaufene Jahr seinen Jahresbericht vorlegen. Auf 34 Seiten werden die vielfältigen Aktivitäten, Zahlen und Fakten zur Arbeit der Einrichtungen im Dienst von Bürgerschaft, Kultur und Verwaltung der Stadt detailliert dokumentiert.

Beschrieben werden Neuerwerbungen, Fortschritte bei der Erschließung der Bestände, aktuelle und laufende Projekte, die räumlichen und personellen Veränderungen, technische Ausstattung und die intensive Öffentlichkeitsarbeit. Dazu kommen die wissenschaftlichem Aktivitäten, Kooperationen und Kontaktfelder, die Daueraufgabe der Digitalisierung und stetige Modernisierung. Der Text mit einer Fülle von Informationen findet sich auf der Homepage des Stadtarchivs und belegt, wie reichhaltig und vielfältig die geleistete Arbeit gerade auch im Jahre 2018 gewesen ist.


Jahresbericht 2018

 
 

Neuer ‚Wormsgau‘ erscheint: Schwerpunkte Dom und Schloss Herrnsheim – Buchvorstellung am 7. Dezember

Der Wormsgau 34
M10305_2_Blick auf den Dom 1960er Jahre


Der Band 34 der gemeinsam vom Stadtarchiv und dem Altertumsverein Worms e.V. herausgegebenen wissenschaftlichen Zeitschrift ‚Der Wormsgau‘ weist mit Aufsätzen zum Wormser Dom und dem Schloss Herrnsheim einen deutlichen Schwerpunkt in der Bauforschung und Kunstgeschichte auf und präsentiert auf mehr als 250 reich illustrierten Seiten wieder neueste Forschungen. Verlegerisch wurde auch dieser Band wieder durch die Wernersche Verlagsgesellschaft engagiert und fachkundig betreut.


Im Jubiläumsjahr der Domweihe von 1018 geht es unter der Überschrift ‚Bauforschung und Dendrochronologie am Wormser Dom (1978-2018)‘ in drei von Diana Ecker M. A. (Mainz) eingeleiteten Beiträgen um die Dokumentation und Diskussion der jüngsten Bauforschungen. Dr. Sibylle Bauer berichtet eingehend über Bauholzdaten und Gerüste des Mittelalters am Dom St. Peter zu Worms; kunsthistorisch fundiert sind zwei Aufsätze von Prof. Dr. Matthias Untermann und Lena Schulten M.A. (‚Die Baugeschichte des Wormser Doms. Forschungsstand und neue Perspektiven‘, ‚Der Burcharddom und die frühmittelalterliche Wormser Domkirche. Neue Beobachtungen und Überlegungen‘).

 

Erfahren Sie mehr

Mit dem Herrnsheimer Schloss steht ein weiteres herausragendes Wormser Baudenkmal im Interesse der Forschung: Der Kunsthistoriker Dr. Jörg Ebeling (Paris) hat sich intensiv befasst mit ‚Emmerich Joseph von Dalberg (1773-1833) als Bauherr - neue Forschungen zu Schloss Herrnsheim zu Beginn des 19. Jahrhunderts’. Ebelings Forschungen erweitern das Wissen um Emmerich Josephs Ausstattung bzw. die Herrichtung als Sommerschloss und die Netzwerke bei seinem Ausbau beträchtlich. Nicht minder spannend ist der Aufsatz von Dr. Dietmar Heil (Regensburg) über den Wormser Reichstag von 1509, über den er im Frühjahr in Worms referiert hat; der Beitrag verweist bereits auf das große Reichstagsjubiläum im Jahre 2021.

Abb.21 Herrnsheimer Schloss
 

Wormsgau-Aufsätze der Jahre 1926 bis 1996 online recherchierbar

Der Wormsgau Band 1-16

Seit 1926 bringen der Altertumsverein und die Stadt Worms gemeinsam die wissenschaftliche Zeitschrift "Der Wormsgau" heraus. Das Stadtarchiv hat jetzt alle bis zum Band 16, 1995 erschienenen mehr als 460 Aufsätze als pdf-Dateien zum Herunterladen und Durchsuchen online gestellt. Mit diesem über die Homepage des Stadtarchivs (Punkt Veröffentlichungen) auffind- und nutzbaren Aufsatzarchiv wird die Arbeit zu Wormser Themen ganz erheblich erleichtert.

Die Daten sind finden hier und zugleich unter der Adresse

www.der-wormsgau.de

 

Von der Oberrealschule zum Gauß-Gymnasium: Schularchiv intensiv erschlossen

Oberrealschule, Goethestr. (heute Karmeliter-Realschule), erbaut 1880, Foto 1927 (Stadtarchiv Worms, Fotoabt. Neg.-Nr. 07701_3)
Oberrealschule, Goethestr. (heute Karmeliter-Realschule), erbaut 1880, Foto 1927 (Stadtarchiv Worms, Fotoabt. Neg.-Nr. 07701_3)

137 Archivkartons – 17 laufende Meter Unterlagen – 683 Einheiten: Das ist das zahlenmäßige Ergebnis der Erschließung des reichhaltigen und weit über die engere Bildungs- und Schulgeschichte hinaus wertvollen Archivmaterials des heutigen Wormser Gauß-Gymnasiums. Das Stadtarchiv hatte im Herbst 2017 nach entsprechender Vereinbarung mit dem Schulleiter Gerrit Mennecke, selbst Geschichtslehrer, das praktisch vollständig erhaltene Schularchiv von den Anfängen im späten 19. Jahrhundert, seinerzeit Oberrealschule, bis in die 1950er Jahre abgeholt, intensiv in der Archivdatenbank verzeichnet, neu verpackt und damit seit kurzem für Recherchen aller Art zugänglich gemacht.

Die Unterlagen sind im Stadtarchiv hinterlegt und jetzt bequem nutzbar - das ist angesichts der Bedeutung der vielfältig auswertbaren Unterlagen zwischen Kaiserreich und früher Bundesrepublik eine große Hilfe für die Forschung und interessierte Nutzer.

Ein entsprechender Vertragsabschluss und die Übergabe eines Findbuches fanden kürzlich statt und unterstreichen den Stellenwert der Dokumente für die Stadtgeschichte insgesamt.

 

Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)
Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)

Fortschritte bei der Digitalisierung durch Kooperation mit Landesbibliothekszentrum

Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1913 und 1927 stehen online zur Verfügung

Die seit einigen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit des Stadtarchivs im Rahmen des vom Landesbibliothekszentrum betreuten Projekts "Dilibri" mit dem Ziel einer Bereitstellung landesgeschichtlich relevanter Druckschriften und Bücher im Internet konnte jetzt fortgesetzt werden. Nachdem bereits die städtischen Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1885 bis 1898 digitalisiert und ins Netz gestellt wurden, konnten jetzt in der Landesbibliothek Speyer zwei besonders aussagekräftige und umfangreiche Jahrgänge der Zeit danach bearbeitet werden.

Mit dem fast 500 Seiten starken Band des Jahres 1913 (dem letzten vor Kriegsausbruch) und dem des Jahres 1927 (der letzte gedruckte Bericht vor 1945, Umfang ca. 370 Seiten) stehen jetzt zwei außergewöhnlich reichhaltige Bände zur Nutzung durchsuchbar zur Verfügung. Die beiden sehr seltenen Druckwerke geben äußerst ausführlich Einblick in die differenzierte und leistungsfähige kommunale Verwaltung in all ihren Zweigen kurz vor und nach dem "Großen Krieg". Die durch zahlreiche Grafiken, Tabellen und Statistiken angereicherten Berichte bieten schon aufgrund des reichhaltigen statistischen Materials bislang ungenutzte Chancen zur Erforschung aller Zweige der kommunalen Daseinsvorsorge von den Schulen bis zum Schlachthof, vom Armenwesen bis zu den städtischen Finanzen.

Verwaltungsrechenschaftsberichte

 

Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms
Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms

Stadtarchiv lässt Urkundenbuch der Reichsstadt Pfeddersheim digitalisieren

Das Stadtarchiv Worms ist seit einigen Jahren um die gezielte Digitalisierung von Quellen und Publikationen zur Stadtgeschichte bemüht. Nachdem die gedruckten Wormser Urkundenbücher von Heinrich Boos aus dem späten 19. Jahrhundert bereits seit einiger Zeit digitalisiert vorliegen, wurde jetzt das 1911 erschienene Urkundenbuch von Pfeddersheim in Angriff genommen, zumal das Werk nur in wenigen Bibliotheken nachgewiesen ist.

Für die Beschäftigung mit der Geschichte der ehemaligen Reichsstadt ist die fast 400 Seiten umfassende Publikation von Urkunden und Quellen des 14. bis 18. Jahrhunderts grundlegend. Ermöglicht wurde die Herausgabe der Publikation seinerzeit durch den finanziellen Einsatz der historisch stark interessierten Familie von Heyl; als Bearbeiter konnte der auch im Altertumsverein Worms sehr aktive, wissenschaftlich arbeitende Gymnasiallehrer Daniel Bonin (1861-1933) gewonnen werden. Die Erforschung der Geschichte Pfeddersheims, dessen Archivalien im Wormser Archiv ohnehin sehr reichhaltig überliefert sind, wird durch die Digitalisierung des Werkes deutlich erleichtert.

Das Urkundenbuch ist im rheinland-pfälzischen Digitalisierungsportal dilibri online einsehbar.

Literaturtipp: Gerold Bönnen, Die Familie Heyl und ihr Wirken (ca. 1850 bis 1980), in: Gerold Bönnen/Ferdinand Werner, Die Wormser Industriellenfamilie von Heyl. Öffentliches und privates Wirken zwischen Bürgertum und Adel, Worms 2010, S. 35-186, hier S. 132-145

 
 
 
 

Weitere Meldungen

Fotograf am Rhein, Neg.Nr. 02247 
Fotograf am Rhein, Neg.Nr. 02247
Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer 
Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer
Dia-Sammlung 
Dia-Sammlung

Fotos in Archiven

Eine Fachtagung der Stadtarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 im Wormser Kultur- und Tagungszentrum

Der Umgang mit fotografischer Überlieferung ist vor allem im Alltag der kleineren und mittleren Archive mit besonderen fachlichen Anforderungen und Problemen verbunden. Nicht selten handelt es sich um Massenbestände; Bildquellen werden in der zunehmend visualisierten und durch digitale Verfügbarkeit geprägten Welt verstärkt nachgefragt, und das nicht nur als Illustrationen.

70 Teilnehmende aus ganz Deutschland

Vor dem Hintergrund dieser Problematik, die nicht nur Archive betrifft, veranstalteten die beiden Kommunalarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 eine eintägige Fachtagung, um den weiteren fachlichen Austausch anzuregen – auch zwischen den verschiedenen bildverwahrenden Institutionen. Rund 70 Teilnehmende aus einem räumlich weiten Einzugsbereich kamen, um Erfahrungen auszutauschen und beispielhafte Projekte zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Fragen der alltäglichen Arbeit. Breiten Raum nahm die Diskussion von Problemen und Lösungsansätzen zu den verschiedenen Aspekten wie Erschließung, Bewertung oder Digitalisierung ein. Auf dem Programm standen nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (Stadt Worms) und Dr. Gerold Bönnen (Leiter Stadtarchiv Worms) sechs Kurzvorträge zu folgenden Themen:

  • Bewertung und Kassation von Fotobeständen (Tanja Wolf, Stadtarchiv Worms) 
  • Benutzung der Bildbestände (Dr. Frank Teske, Stadtarchiv Mainz) 
  • Fotos in Medienarchiven (Rita Funk, Bildarchiv der Deutschen Presse-Agentur Frankfurt/M.)
  • Erschließung und Einsatz von Ressourcen (Katrin Hopstock, Abt. Kulturelles Erbe/Stadtarchiv Speyer; Michaela Hayer, Niedersächsisches Landesarchiv Hannover)
  • Präsentation von Fotos im Museum (Katrin Seidel, Landesmuseum Koblenz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) 
  • Bestandsgenerierung und Erwerbung von Fotosammlungen (Dr. Friedrich W. Knieß, Stadtarchiv Darmstadt)

Erfahren Sie mehr

Von Bewertung bis Benutzung

Die Problematik der Bewertung von Fotobeständen wurde anhand von drei Beispielen aus der Praxis des Stadtarchivs Worms zur Arbeit mit analogem wie digitalem Material angesprochen und auf der Basis des Appells „Haben Sie Mut zur Lücke!“ erfreulich intensiv diskutiert. 
Der auf die Benutzungspraxis im Stadtarchiv Mainz abzielende Beitrag vermochte die Besonderheiten bei der Nutzung der analogen und digitalen Bildbestände deutlich zu machen. Am Beispiel des mehrere Millionen Stück umfassenden Fotobestandes der Deutschen Presseagentur erläuterte die Referentin zentrale Aspekte im Umgang mit dem dortigen Material und die Besonderheiten bei der Nutzung und Erschließung.
Nach der Mittagspause stellte das Stadtarchiv Speyer einige seiner laufenden Projekte vor: Es ging dabei um die Bedeutung sozialer Medien u. a. für Präsentationen und die Einbindung von Nutzern in die Fotoerschließung. Ebenso kam die Retrokonversion von Findmitteln mit DFG-Hilfe und die zum Teil nur durch den Einsatz von Ehrenamtlichen mögliche Erfassung unterschiedlicher Fotonachlässe zur Sprache.
Mit dem Umgang mit Fotografien in Museen befasste sich der folgende Beitrag, der die Besonderheiten in der Erwerbungs- und Ausstellungspraxis der künftigen Landessammlung Fotografie am Landesmuseum in Koblenz beleuchtete. Dabei spielen konservatorische Belange ebenso eine Bedeutung wie die für Archive durchweg nicht relevante künstlerische Fotografie.
Abschließend wurde vor dem Hintergrund der Besonderheiten der Fotosammlung innerhalb des Stadtarchivs Darmstadt vor allem auf Fragen des Erwerbs fotografischen Materials eingegangen. 

Fortsetzung geplant

Es hat sich gezeigt, dass diese und viele weitere Fragen zum äußerst weiten Problemkomplex von Fotografien in Archiven und anderen Gedächtnisinstitutionen künftig intensiver diskutiert werden müssen und weitaus mehr fachlicher Austausch nötig ist – gerade angesichts der massiven Herausforderungen des digitalen Zeitalters. 
Das Stadtarchiv Worms plant vor dem Hintergrund der erfreulich guten Resonanz der Tagung und der Fülle der in den Diskussionen angesprochenen Fragen, solche Fachtagungen in Worms alle zwei Jahre in vergleichbarer Form und jeweils mit interessierten Partnereinrichtungen zu etablieren und freut sich diesbezüglich über Anregungen und Kritik aus der Fachwelt.

Außerdem wurde ein Blog eingerichtet, das als Diskussionsplattform den fachlichen Austausch zum Thema Fotos in Archiven anregen soll: Foto-Blog

 
 
 
 
Sammelband Erster Weltkrieg

"Eine furchtbar ernste Zeit..."

Worms, die Region und der "Große Krieg" 1914 bis 1918

Der vor einhundert Jahren entfesselte Erste Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, wälzte alle Lebensbereiche der Zeitgenossen in unfassbarem Ausmaß um. Die Folgen waren auch in Worms gravierend: Tod und Hunger, Mangel und Elend, Ernüchterung und Traumatisierung sind nur einige Stichworte im Rückblick auf die Jahre einer tiefgreifenden Epochenwende 1914 bis 1918.

Die Wormser kulturellen Institutionen erinnern - koordiniert durch das Stadtarchiv - in einer Reihe von Veranstaltungen an die Ereignisse und laden zum Nachdenken darüber ein, welche Folgen dieser Krieg bis in unsere Zeit hat.

Gern nimmt das Archiv dazu auch persönliche Dokumente aus privatem Besitz, etwa Feldpostbriefe oder andere Unterlagen der Jahre 1914 bis 1918, in die Ausstellung und seine Sammlungen auf. Selbstverständlich können die Originale auf Wunsch nach ihrer Digitalisierung wieder an die Eigentümer zurückgegeben werden (Anfragen bitte an: stadtarchiv@worms.de – Telefon 06241-853/4700 oder 4701).

Der reich bebilderte Sammelband, der die Ausstellung des Stadtarchivs begleitet, ist im Buchhandel für 35 Euro erhältlich.

Weitere Organisationen und Vereine, die Veranstaltungen und Aktivitäten planen werden gebeten, sich mit dem Archiv zwecks Absprache und Koordination in Verbindung zu setzen.

Mehr Informationen zu Worms im Ersten Weltkrieg und den Veranstaltungen rund um das Thema finden Sie hier.

 
 
 
 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms)
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms)

Hilfestellung und Informationsangebote für Vereine

Wie alt ist mein Verein? Wir bereiten eine Chronik vor, haben aber keine Bilder, keine Informationen, kein Material! Unser Gründungsdatum ist unsicher, Unterlagen fehlen....

Das Stadtarchiv verwahrt in seinen Beständen umfangreiche Informationen über das reiche und vielfältige Vereinsleben der Stadt Worms seit dem 19. Jahrhundert bis heute. Jeder Verein, der ein Jubiläum vorbereitet, eine Chronik oder Festschrift schreiben will oder der mehr über sich und seine früheren Aktiven wissen will, ist gut beraten, sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs und seiner reich bestückten Fotoabteilung zu wenden.

Als "Gedächtnis der Stadt" verwahrt das Archiv insbesondere zahlreiche Unterlagen über die Wieder- und Neugründungen von Vereinen nach dem 2. Weltkrieg. Gerade in den Jahren 1947 bis 1950 wurden zahlreiche Wormser Vereine neu oder wieder gegründet und mussten ihre Bildung bei der Stadt und der französischen Militärbehörde genehmigen lassen. Das Archiv verwahrt diese für die Vereine und Organisationen aufschlussreichen Informationen und stellt diese ebenso zur Verfügung wie Zeitungsberichte, evtl. Fotos, Plakate und Daten zu den Akteuren und weitere Informationen, darunter alte Festschriften und Chroniken.

Als Beispiel sei das im Frühjahr 1947 wiedergegründete Kiefer-Koch-Quartett Neuhausen genannt, das dem Kulturamt der Stadt seine beigefügten Satzungen vorgelegt hat (Abb.). Im selben Jahr fand die Wiedergründungsversammlung des Verkehrsvereins statt, von der sich auch ein Plakat in der entsprechenden Sammlung des Archivs erhalten hat.

Das Stadtarchiv hat in der letzten Zeit zahlreiche Vereinsunterlagen übernommen und verzeichnet und kann diese damit für die Benutzung zur Verfügung stellen. Ein Besuch lohnt sich!

 

Kontakt

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Stadtarchiv mit Fotoabteilung

Tipp:

Nähere Informationen zu aktuellen Terminen finden Sie auch in unseren 

Stadtnachrichten sowie im Veranstaltungskalender